Haut & Hormone: Was sich bei hormoneller Verhütung verändert und wie du deine Haut jetzt pflegst
- skjur.shop
- 22. Jan.
- 4 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 23. Jan.
Hormone beeinflussen die Haut stärker, als vielen bewusst ist. Besonders hormonelle Verhütung kann das Hautbild verändern, teils schleichend, teils sehr deutlich. Ob mehr Unreinheiten, stärkere Talgproduktion oder neue Sensibilität, viele Betroffene fragen sich, warum ihre bisherige Pflege plötzlich nicht mehr passt. In diesem Beitrag erklären wir, was hormonelle Veränderungen mit der Haut machen, was in dieser Phase normal ist und wie eine angepasste, beruhigende Pflege helfen kann, die Haut wieder ins Gleichgewicht zu bringen.

Warum verändert sich die Haut bei hormoneller Verhütung überhaupt?
Hormonelle Verhütung beeinflusst den Hormonhaushalt und damit zentrale Prozesse der Haut. Vor allem Östrogene und Gestagene wirken auf die Talgproduktion, die Hauterneuerung und die Entzündungsneigung. Je nach Zusammensetzung der Verhütung kann die Haut weniger oder mehr Talg produzieren und empfindlicher reagieren.
Viele hormonelle Verhütungsmittel reduzieren die Wirkung der Androgene, die die Talgdrüsen aktivieren. Dadurch kann sich das Hautbild zunächst verbessern. Gleichzeitig verändert sich jedoch die natürliche Regulation der Haut. Beim Beginn, Wechsel oder Absetzen der hormonellen Verhütung kommt es häufig zu einer Anpassungsphase, in der sich Unreinheiten, veränderte Hautstruktur oder erhöhte Sensibilität zeigen können. Die mhplus Krankenkasse beschreibt, dass insbesondere Progesteron die Talgproduktion anregt, während Östrogen die Wasserbindung und Elastizität der Haut beeinflusst hormonelle Schwankungen wirken sich somit direkt auf das Hautbild aus. Quelle MHplus Krankenkasse.
Kurz gesagt: Hormonelle Verhütung verändert das hormonelle Gleichgewicht der Haut. Veränderungen im Hautbild sind eine normale Reaktion auf diese Umstellung und kein Zeichen einer falschen Pflege.
Warum bekommen viele nach Beginn oder Absetzen der Pille plötzlich Unreinheiten?
Beim Beginn oder Absetzen hormoneller Verhütung verändert sich das hormonelle Gleichgewicht im Körper. Besonders relevant ist dabei der Anstieg der Androgene, also jener Hormone, die die Talgdrüsen stimulieren. Fällt der hemmende Effekt der hormonellen Verhütung weg, kann die Haut vorübergehend mehr Talg produzieren, was verstopfte Poren und Unreinheiten begünstigt.
Diese Phase ist in vielen Fällen zeitlich begrenzt. Die Haut benötigt mehrere Wochen bis Monate, um sich an die neue hormonelle Situation anzupassen. Der Dermatologe Dr. Duve vom Haut- und Laser-Zentrum beschreibt hormonell bedingte Akne und Unreinheiten als eine der häufigsten Hautreaktionen nach Beginn oder Absetzen der Pille, da sich die Talgproduktion in dieser Umstellungsphase neu reguliert. Entsprechende Veränderungen sind daher kein Zeichen falscher Pflege, sondern Ausdruck einer hormonellen Anpassung.
Kurz gesagt: Unreinheiten nach Beginn oder Absetzen der Pille sind meist Teil einer hormonellen Umstellungsphase und normalisieren sich mit der Zeit.

Wie sollte man die Haut während einer hormonellen Umstellung pflegen?
Während einer hormonellen Umstellung reagiert die Haut häufig empfindlicher und gerät leichter aus dem Gleichgewicht. In dieser Phase ist es entscheidend, die Haut zu stabilisieren und ihre Schutzfunktion zu unterstützen, statt sie mit intensiven oder häufig wechselnden Produkten zusätzlich zu belasten. Ziel der Pflege sollte es sein, Feuchtigkeit zu bewahren, die Hautbarriere zu stärken und entzündliche Reaktionen zu reduzieren.
Empfohlen wird eine reduzierte und konstante Pflegeroutine mit milden, barrierefreundlichen Formulierungen. Wirkstoffe wie Niacinamid, Hyaluronsäure, Ectoin, Glycerin oder hautidentische Lipide unterstützen die Haut dabei, ihre Schutzschicht zu regenerieren und den transepidermalen Wasserverlust zu verringern. SKJUR setzt in seinen Produkten bewusst auf genau diese hautstabilisierenden Inhaltsstoffe und verzichtet gezielt auf potenziell reizende Substanzen wie Duftstoffe, Silikone oder aggressive Emulgatoren, um die Haut während hormonell sensibler Phasen nicht zusätzlich zu stressen.
Die dermatologische Fachliteratur bestätigt diesen Ansatz. Die Dermatologin Dr. Christiane Bayerl beschreibt, dass Niacinamid die Ceramid-Synthese fördert, entzündungshemmend wirkt und die Hautbarriere messbar stärkt. Diese Effekte sind besonders relevant, wenn hormonelle Veränderungen die Haut anfälliger für Feuchtigkeitsverlust und Reizungen machen.
Kurz gesagt: Während hormoneller Umstellungen braucht die Haut vor allem Ruhe, Schutz und Beständigkeit. Eine milde, barrierestärkende Pflege mit ausgewählten Wirkstoffen hilft der Haut, sich zu stabilisieren und langfristig wieder ins Gleichgewicht zu kommen.
Was sollte man während hormoneller Veränderungen lieber vermeiden?
Während hormoneller Veränderungen ist die Haut oft instabiler und reagiert empfindlicher auf Reize. In dieser Phase sollte man alles vermeiden, was die Haut zusätzlich stresst oder ihre Barriere schwächt. Dazu gehören vor allem aggressive Wirkstoffe, häufige Produktwechsel und zu intensive Behandlungen, die kurzfristig wirken sollen, langfristig aber Irritationen fördern.
Problematisch sind insbesondere stark exfolierende Säuren, hochdosiertes Retinol oder häufiges mechanisches Peeling. Auch das gleichzeitige Kombinieren mehrerer aktiver Wirkstoffe kann die Haut überfordern und Entzündungsreaktionen verstärken. Ebenso ungünstig ist es, bei ersten Hautveränderungen sofort neue Produkte auszuprobieren, da dies die hormonelle Anpassungsphase verlängern kann.
Gerade in sensiblen Phasen ist Zurückhaltung entscheidend. SKJUR verzichtet bewusst auf potenziell reizende Inhaltsstoffe wie Duftstoffe, Silikone oder aggressive Emulgatoren, da diese die Haut zusätzlich belasten können. Stattdessen steht eine reduzierte, gut verträgliche Pflege im Vordergrund, die der Haut Zeit zur Selbstregulation gibt.
Kurz gesagt: Während hormoneller Veränderungen sollte man Reizstoffe, Überpflege und häufige Produktwechsel vermeiden. Weniger, aber konsequent angewendete Pflege hilft der Haut, sich zu stabilisieren und wieder ins Gleichgewicht zu finden.

Zusammenfassung über das Zusammenspiel von Haut und Hormonen
Hormonelle Veränderungen stellen die Haut vor besondere Herausforderungen und verlaufen von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Entscheidend ist, der Haut in dieser Phase Zeit zu geben, sie nicht zu überfordern und ihre natürlichen Schutzmechanismen gezielt zu unterstützen. Eine reduzierte, barrierefreundliche Pflege und ein besseres Verständnis für hormonelle Prozesse helfen dabei, das Hautbild langfristig zu stabilisieren.
Wer tiefer in das Thema einsteigen möchte, findet im Beitrag „Hautbarriere stärken: Die besten Tipps“ hilfreiche Grundlagen, um die Widerstandskraft der Haut nachhaltig zu fördern. Ergänzend dazu bietet „Was man über Inhaltsstoffe & Sonnenschutz wissen sollte: Mythen auf dem Prüfstand“ wertvolle Einblicke in die Auswahl hautfreundlicher Wirkstoffe und den richtigen Schutz im Alltag. So entsteht eine Pflegeroutine, die sich an den Bedürfnissen der Haut orientiert und sie auch in hormonell sensiblen Phasen zuverlässig ins Gleichgewicht bringt.




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