top of page

Hautpflege beim Sport: Was deine Haut vor, während und nach dem Training wirklich braucht

  • 26. Juni
  • 4 Min. Lesezeit

Sport tut der Gesundheit gut, aber was macht er mit der Haut? Schweiß, UV-Strahlung, Reibung, Chlor oder Kälte und Wind: Jede Sportart stellt die Haut vor andere Herausforderungen. Wer regelmäßig trainiert und dabei die Hautpflege vernachlässigt, riskiert Pickel, Rötungen, trockene Haut oder eine geschwächte Hautbarriere. Dabei braucht es keine aufwendige Routine, sondern die richtigen Maßnahmen zum richtigen Zeitpunkt. In diesem Beitrag erfährst du was Sport mit deiner Haut macht, welche Belastungen je nach Sportart entstehen und wie du deine Haut vor, während und nach dem Training optimal schützt.


Frau auf einer Yogamatte.

Was Sport mit deiner Haut macht


Sport beansprucht die Haut auf mehreren Ebenen gleichzeitig. Schweiß verändert den pH-Wert der Haut und schafft ein Milieu in dem sich Bakterien schneller vermehren können. Die Hautbarriere wird durch Wärme, Reibung und Feuchtigkeit unter Belastung gesetzt. Je nach Sportart kommen weitere Faktoren hinzu: UV-Strahlung beim Outdoor-Sport, Chlor beim Schwimmen, Kälte und Wind beim Laufen im Winter oder Reibung durch eng anliegende Sportkleidung und Helme.

Was viele unterschätzen: Die Haut reagiert nicht immer sofort. Pickel, Rötungen oder Trockenheit nach dem Sport sind oft die verzögerte Antwort auf Belastungen die während des Trainings entstanden sind. Laut Dr. med. Claudia Vicktor, Dermatologie Tempelhof gilt: Richtig gepflegt wird die Haut zur starken Barriere statt zur Schwachstelle. Wer die Zusammenhänge kennt, kann gezielt gegensteuern.

Mehr dazu wie Schweiß den pH-Wert der Haut beeinflusst und was das konkret bedeutet erfährst du in unserem Beitrag Schweiß und Haut.


Vor dem Training: Die richtige Vorbereitung


Was vor dem Sport auf der Haut liegt beeinflusst direkt was während des Trainings passiert. Make-up, schwere Pflegeprodukte oder Reste von Sonnencreme verstopfen die Poren wenn die Haut beim Sport anfängt zu schwitzen. Das Ergebnis sind Unreinheiten die nicht durch den Sport selbst entstehen, sondern durch das was vorher nicht entfernt wurde.

Eine kurze Reinigung vor dem Training reicht in den meisten Fällen aus. Wer draußen trainiert sollte anschließend einen leichten Sonnenschutz auftragen. Schwere Feuchtigkeitscremes oder reichhaltige Seren gehören nicht in die Pre-Workout Routine, da sie die Poren unter Schweißbelastung belasten können.

Alle Details zur richtigen Vorbereitung vor dem Training findest du in unserem Beitrag Hautpflege vor dem Sport.


Glänzende Haut an Hals und Schultern.

Während des Sports: Was die Haut belastet


Das Fitnessstudio ist eine der unterschätztesten Quellen für Hautprobleme beim Sport. Geräte, Hanteln und Matten werden täglich von vielen Menschen genutzt und sind häufig mit Bakterien belastet. Wer direkt mit Geräten in Hautkontakt kommt sollte diese vorher abwischen. Das eigene Handtuch ist dabei kein automatischer Schutz: Ein feuchtes Handtuch das mehrfach während des Trainings verwendet wird überträgt Bakterien direkt auf die Haut.

Auch Sportkleidung spielt eine Rolle. Eng anliegende Materialien die bei Bewegung reiben, können die Hautoberfläche mechanisch reizen. Das gilt besonders für Bereiche wo Kleidung, Helme oder Gurte dauerhaft Druck auf die Haut ausüben.

Mehr zu den Hautproblemen die durch Reibung und Druck entstehen findest du in unserem Beitrag Sport-Akne.


Nach dem Training: Reinigung und Regeneration


Nach dem Sport ist eine gründliche aber schonende Reinigung entscheidend. Schweiß, Bakterien sowie Reste von Sonnencreme, Feuchtigkeitscreme oder Make-up sollten zeitnah entfernt werden um Unreinheiten und Reizungen zu vermeiden. Was dabei oft falsch gemacht wird: zu aggressiv reinigen. Wer nach dem Sport mehrfach reinigt oder stark schäumende Produkte verwendet, schwächt die Hautbarriere zusätzlich und riskiert Rötungen und Trockenheit.

Einmal gründlich reinigen reicht. Die Haut braucht danach Feuchtigkeit und Ruhe, keine weiteren Reize. Besonders im Fitnessstudio wo Duschgels oft stark parfümiert und hautreizend sind lohnt es sich das eigene milde Produkt mitzunehmen.

Alle Details zur richtigen Pflegeroutine nach dem Training findest du in unserem Beitrag Hautpflege nach dem Sport.


Anti-Pigment Serum
€44.95
Jetzt kaufen

Die häufigsten Hautprobleme beim Sport im Überblick


Je nach Sportart entstehen unterschiedliche Hautbelastungen. Diese Übersicht zeigt die häufigsten Probleme, ihre Ursachen und was konkret hilft:


Sportart

Hautbelastung

Häufiges Problem

Tipp

Fitnessstudio

Bakterien auf Geräten, Reibung durch Kleidung

Sport-Akne, Reibungsakne

Geräte abwischen, atmungsaktive Kleidung

Laufen

UV-Strahlung, Wind, Reibung

Sonnenbrand, Rötungen, Reibungsakne

Sonnenschutz, milde Reinigung danach

Schwimmen

Chlor, Meerwasser, Trockenheit

Trockene Haut, gereizte Hautbarriere

Vor und nach dem Schwimmen pflegen

Outdoor-Sport Winter

Kälte, Wind, UV-Reflexion durch Schnee

Spannungsgefühl, Rötungen, Sonnenbrand

Windschutz, Sonnenschutz auch im Winter

Yoga / Pilates

Matten-Bakterien, Reibung

Unreinheiten, Reizungen

Eigene Matte, Gesicht nicht berühren

Radfahren

Helm-Reibung, UV, Wind

Reibungsakne, Sonnenbrand

Helm-Polster reinigen, Sonnenschutz



Das fragen sich viele über Hautpflege beim Sport


Soll ich vor dem Sport mein Gesicht reinigen? Ja, besonders wenn Make-up oder schwere Pflegeprodukte aufgetragen sind. Eine kurze milde Reinigung vor dem Training verhindert dass Schweiß und Reste von Sonnencreme oder Feuchtigkeitscreme die Poren verstopfen.

Warum bekomme ich nach dem Sport Pickel obwohl ich mich reinige? Oft liegt es nicht an fehlender Reinigung sondern an zu aggressiver Pflege. Zu häufiges oder zu starkes Reinigen schwächt die Hautbarriere und fördert Unreinheiten. Einmal gründlich reinigen nach dem Sport reicht.

Was macht Chlor mit der Haut? Chlor entzieht der Haut Feuchtigkeit und greift die natürliche Hautbarriere an. Wer regelmäßig schwimmt sollte die Haut vor dem Sprung ins Wasser mit einer leichten Feuchtigkeitspflege schützen und danach gründlich aber schonend reinigen. Mehr dazu in Schwimmen: Chlor, Meerwasser & Co.

Brauche ich beim Sport wirklich Sonnenschutz? Ja, auch bei bewölktem Himmel. UV-Strahlung wirkt unabhängig von Temperatur und Bewölkung. Beim Schwitzen wird Sonnenschutz schneller abgetragen was eine regelmäßige Reapplication notwendig macht. Mehr dazu in Sonnenschutz beim Sport.

Was ist Reibungsakne und wie vermeide ich sie? Reibungsakne entsteht durch dauerhaften mechanischen Druck auf die Haut, zum Beispiel durch Helme, Gurte oder eng anliegende Sportkleidung. Atmungsaktive Materialien und saubere Ausrüstung helfen das Risiko zu reduzieren. Mehr dazu in Sport-Akne.


Schweiß auf einem Bauch.

Gesunde Haut trotz Sport: Der richtige Ansatz macht den Unterschied


Sport und gesunde Haut schließen sich nicht aus. Wer versteht welche Belastungen beim Training entstehen und die richtigen Maßnahmen zum richtigen Zeitpunkt setzt, kann sein Hautbild langfristig stabil halten. Die Grundprinzipien sind einfach: Haut vorbereiten, während des Sports schützen und danach schonend reinigen.


Je nach Sportart gibt es spezifische Herausforderungen die unterschiedliche Ansätze brauchen. In den folgenden Beiträgen gehen wir auf jedes Thema gezielt ein:


Leichtes Sonnenserum LSF 50
€29.95
Jetzt kaufen

 
 
 

Kommentare


bottom of page