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Outdoor-Sport im Winter: Wie du deine Haut bei Kälte, Wind und UV schützt

  • 26. Juni
  • 5 Min. Lesezeit

Laufen im Frost, Radfahren bei Wind oder Skifahren in der Höhe: Wer im Winter draußen Sport treibt setzt seine Haut einer Kombination aus Belastungen aus die es im Sommer so nicht gibt. Kälte entzieht der Haut Feuchtigkeit, Wind verstärkt diesen Effekt und UV-Strahlung ist auch im Winter vorhanden. Beim Wintersport sogar intensiver als im Sommer. In diesem Beitrag erfährst du was Outdoor-Sport im Winter konkret mit der Haut macht, welche Probleme am häufigsten auftreten und wie du deine Haut vor, während und nach dem Sport in der Kälte optimal schützt. Den vollständigen Überblick zur Hautpflege beim Sport findest du in unserem Hautpflege beim Sport Hauptartikel.


Frau mit Skibrille trägt Skier.

Was Outdoor-Sport im Winter mit der Haut macht


Beim Outdoor-Sport im Winter treffen mehrere Faktoren gleichzeitig auf die Haut. Kälte verlangsamt die Durchblutung und reduziert die Talgproduktion. Das bedeutet: weniger schützende Lipide auf der Hautoberfläche und eine geschwächte Hautbarriere. Wind verstärkt diesen Effekt indem er Feuchtigkeit von der Hautoberfläche abträgt und den transepidermalen Wasserverlust erhöht.


Kälte und Hautbarriere Bei niedrigen Temperaturen regeneriert sich die Haut langsamer. Die Hornschicht wird trockener und spröder. Risse und Spannungsgefühle entstehen schneller als im Sommer. Wie Univ. Prof. Dr. Ichiro Okamoto von der Medizinischen Universität Wien erklärt, ziehen sich durch Kälte die Blutgefäße nahe der Hautoberfläche zusammen. Die Haut wird dadurch mit weniger Nährstoffen und Sauerstoff versorgt was sie bei längerem Aufenthalt im Freien dauerhaft belastet. Wer bei Kälte intensiv trainiert schwitzt dabei trotzdem, was die Situation zusätzlich kompliziert: Schweiß auf der Haut bei Kälte kühlt die Haut weiter aus und entzieht ihr gleichzeitig Feuchtigkeit.


Wind als unterschätzter Faktor Wind trocknet die Haut deutlich schneller aus als Kälte allein. Besonders beim Laufen, Radfahren oder Skifahren ist die Haut dauerhaft Wind ausgesetzt. Exponierte Stellen wie Wangen, Nase und Kinn reagieren besonders empfindlich mit Rötungen und Reizungen.


UV-Strahlung im Winter Was viele unterschätzen: UV-Strahlung ist im Winter genauso vorhanden wie im Sommer. In höheren Lagen sogar intensiver da die dünnere Atmosphäre weniger filtert. Schnee reflektiert einen sehr hohen Anteil der UV-Strahlung und verstärkt die Belastung von unten. Mehr dazu in unserem bestehenden Beitrag Sonne im Schnee: Hautpflege beim Wintersport.


Mehr zum Thema Hautbarriere und wie du sie schützt findest du in unserem Beitrag Was Kälte, Wind und trockene Luft wirklich mit deiner Haut machen.


Bei Frauen reagiert die Haut bei Outdoor-Sport im Winter oft schneller mit Rötungen und Trockenheit. Bei Männern wird Windschutz beim Sport im Winter häufig unterschätzt. Bei Teenagern ist Sonnenschutz beim Wintersport der am häufigsten vergessene Schutzfaktor. Ab 40 verliert die Haut beim Outdoor-Sport im Winter schneller Feuchtigkeit da die natürliche Feuchtigkeitsbindung mit dem Alter abnimmt.


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Die häufigsten Hautprobleme bei Wintersport im Überblick


  • Trockene, spröde Haut entsteht durch die Kombination aus Kälte, Wind und reduzierter Talgproduktion. Die Haut verliert schneller Feuchtigkeit als sie nachgebildet werden kann

  • Spannungsgefühl ist oft das erste Zeichen einer geschwächten Hautbarriere durch Kälte und Wind. Die Haut fühlt sich straff und unangenehm an

  • Rötungen und Reizungen entstehen besonders an exponierten Stellen wie Wangen, Nase und Kinn durch dauerhaften Windkontakt

  • Sonnenbrand im Winter wird oft nicht wahrgenommen weil Kälte das Brennen überdeckt. UV-Strahlung wirkt trotzdem und kann die Haut ernsthaft schädigen

  • Aufgesprungene Lippen entstehen durch die Kombination aus Kälte, Wind und Atemluft beim Sport. Lippen haben keine Talgdrüsen und trocknen deshalb besonders schnell aus

  • Frostbeulen entstehen bei sehr langen Einheiten in extremer Kälte an schlecht durchbluteten Stellen wie Fingern, Zehen, Ohren und Nase

  • Schweißbedingte Reizungen entstehen wenn Schweiß durch Sportkleidung nicht abgeleitet wird und bei Kälte auf der Haut verbleibt


Frau sitzt in einem Pool im Schnee.

Sonnenschutz im Winter: Warum UV-Schutz auch bei Kälte unverzichtbar ist


Sonnenschutz im Winter wird beim Outdoor-Sport am häufigsten vergessen. Das ist ein Fehler der langfristig Konsequenzen hat. UV-Strahlung ist unabhängig von Temperatur und Bewölkung vorhanden. Bei Wintersport in der Höhe kommt hinzu dass die Atmosphäre dünner wird und weniger Strahlung filtert. Pro 1.000 Höhenmeter steigt die UV-Intensität messbar an.


Frischer Schnee reflektiert einen sehr hohen Anteil der UV-Strahlung zurück auf die Haut. Das bedeutet: die Haut wird nicht nur von oben durch direkte Sonneneinstrahlung getroffen, sondern auch von unten durch reflektiertes Licht. Besonders exponierte Stellen wie Gesicht, Lippen, Ohren und Nase sind beim Wintersport stark belastet, auch bei bewölktem Himmel.


Beim Wintersport gilt deshalb: LSF 50 als Mindestempfehlung, Lippenpflegestift mit UV-Schutz und Reapplication nach intensivem Schwitzen oder nach dem Abtupfen des Gesichts. Mehr Details zu Sonnenschutz speziell beim Wintersport findest du in unserem Beitrag Sonne im Schnee: Hautpflege beim Wintersport und allgemein zum Sonnenschutz beim Sport in unserem Beitrag Sonnenschutz beim Sport.


In 4 Schritten die Haut beim Outdoor-Sport im Winter schützen


Schritt 1: Vor dem Sport schützen und vorbereiten Eine reichhaltigere Feuchtigkeitspflege als im Sommer auftragen und vollständig einziehen lassen. Die Haut braucht im Winter mehr Lipide als Schutzschicht gegen Kälte und Wind. Sonnenschutz LSF 50 auftragen bevor es nach draußen geht. Lippenpflegestift mit UV-Schutz nicht vergessen. Der Reinigungsschaum von skjur bereitet die Haut schonend auf die Pflege vor ohne die ohnehin beanspruchte Hautbarriere zusätzlich zu reizen.


Schritt 2: Während des Sports exponierte Stellen schützen Wangen, Nase, Kinn und Ohren sind beim Outdoor-Sport im Winter besonders gefährdet. Eine Sturmhaube, ein Halstuch oder ein Buff schützen vor Wind und Kälte mechanisch. Sonnenschutz an exponierten Stellen bei langen Einheiten nachcremen. Sportkleidung wählen die Schweiß ableitet aber gleichzeitig vor Kälte schützt.


Schritt 3: Nach dem Sport schonend reinigen und intensiv pflegen Nach dem Training Schweiß und Sonnenschutzrückstände schonend entfernen. Die Haut ist nach Kälte und Wind besonders sensibel und braucht sofort Feuchtigkeit und Pflege. Die Intensive Nachtpflege von skjur unterstützt die Regeneration der Hautbarriere nach dem Outdoor-Sport im Winter.


Schritt 4: Auf Warnsignale der Haut achten Starkes Spannungsgefühl, anhaltende Rötungen oder Risse in der Haut sind Zeichen dass die Hautbarriere geschwächt ist. Dann ist eine intensivere Pflege notwendig und weitere Reize sollten reduziert werden. Bei Verdacht auf Frostbeulen oder anhaltenden Hautschäden nach Wintersport immer einen Arzt aufsuchen.


Mann läuft bei Sonnenuntergang im Schnee.

Das fragen sich viele über Hautpflege beim Outdoor-Sport im Winter


Brauche ich beim Laufen im Winter wirklich Sonnenschutz? Ja, auch bei bewölktem Himmel und Kälte. UV-Strahlung wirkt unabhängig von Temperatur und Bewölkung. Wer in höheren Lagen läuft oder auf Schnee trifft ist einer besonders hohen UV-Belastung ausgesetzt. LSF 30 ist beim Laufen im Winter die Mindestempfehlung, bei Schnee und Höhenlagen LSF 50.


Warum ist meine Haut im Winter beim Sport so viel empfindlicher als im Sommer? Kälte reduziert die Talgproduktion und verlangsamt die Regeneration der Haut. Wind entzieht der Haut zusätzlich Feuchtigkeit. Die Hautbarriere wird dadurch durchlässiger und reagiert empfindlicher auf Reize. Mehr dazu in unserem Beitrag Was Kälte, Wind und trockene Luft wirklich mit deiner Haut machen.


Welche Pflege brauche ich vor dem Outdoor-Sport im Winter? Eine reichhaltigere Feuchtigkeitspflege als im Sommer, Sonnenschutz LSF 50 und ein Lippenpflegestift mit UV-Schutz. Die Pflege sollte vollständig eingezogen sein bevor es nach draußen geht damit sie beim Sport nicht wegschwitzt.


Kann ich beim Radfahren im Winter einen Sonnenbrand bekommen? Ja. Sonnenbrand entsteht durch UV-Strahlung und nicht durch Wärme. Beim Radfahren im Winter ist die Haut oft über längere Zeit direkter UV-Strahlung und gleichzeitig Wind ausgesetzt. Besonders Gesicht und Lippen sind gefährdet.


Was mache ich wenn meine Haut nach dem Outdoor-Sport im Winter stark gereizt ist? Schonend aber gründlich reinigen, sofort eine intensive Feuchtigkeitspflege auftragen und weitere Reize vermeiden. Keine Peelings oder stark wirksamen Inhaltsstoffe auf gereizter Haut einsetzen. Bei anhaltenden Rötungen, Rissen oder Schmerzen einen Dermatologen aufsuchen.


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Wer im Winter draußen trainiert braucht eine andere Pflegeroutine


Outdoor-Sport im Winter ist für die Haut anspruchsvoller als Training im Sommer. Kälte, Wind und UV-Strahlung greifen gleichzeitig an und schwächen die Hautbarriere schneller als einzelne Faktoren es könnten. Wer das versteht und seine Pflegeroutine entsprechend anpasst kann auch im Winter ohne Hautprobleme trainieren.


Die wichtigsten Maßnahmen sind einfach: reichhaltigere Pflege vor dem Sport, Sonnenschutz auch im Winter, exponierte Stellen mechanisch schützen und nach dem Training sofort reinigen und intensiv pflegen.



Den vollständigen Überblick über Hautpflege beim Sport findest du in unserem Hautpflege beim Sport Hauptartikel.







 
 
 

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